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Familien-/Systemstellen
Bei dieser Methode werden vorhandene Probleme von einer systemischen Ebene aus
angeschaut. Das heißt, der Fokus liegt hier mehr auf dem ganzen
Familienverband.
Hier findet sich oft der Ursprung von Schwierigkeiten. Über diese Arbeit nun
sind überraschende Lösungen möglich.
Für wen oder was soll das gut sein?
Menschen, die eine
Aufstellung nehmen, kommen oft mit folgenden „Beschwerden“:
-
Probleme mit dem Partner, mit den Eltern, Geschwistern oder Kindern
- Krankheitssymptome,
Depressionen oder auch Ängste
- das
Gefühl nicht dazuzugehören, seinen Platz nicht zu finden im Leben
- Verlust/Trauma
- keinen
Boden unter den Füßen spüren
- Todessehnsucht
- Sucht
- Probleme
mit dem eigenen Frau-/Mannsein
- Beruflichen
Schwierigkeiten
- Zur
Entscheidungsfindung
- Probleme mit dem Thema Geld
Wichtig ist dabei auch zu beachten, dass das Familienstellen kein Allheilmittel
ist und es den richtigen Zeitpunkt für diese Arbeit braucht.
Welche Möglichkeiten
gibt es?
Für Leute, die diese Arbeit
einfach mal kennen lernen möchten ist ein offener Abend oder Tag günstig.
Dies bietet die Möglichkeit, ohne eigenes Anliegen viel Bereicherndes zu erleben
und diese Arbeit auf sich wirken zu lassen.
Wenn man sich für eine Sitzung entschieden hat,
gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich eine Einzel- oder eine
Gruppenarbeit.
Bei der Einzelsitzung
arbeitet man mit Hilfe von Figuren oder im Raum ausgelegter Kissen.
Die zweite Art ist im Rahmen einer Gruppe (an einem Abend, Tag oder Wochenende).
Wie
läuft die Aufstellung in einer Gruppe ab?
Hierbei werden aus den
anwesenden Personen sogenannte Stellvertreter ausgewählt.
Im Falle von Schwierigkeiten
z. B. mit der Herkunftsfamilie, wählt man Stellvertreter für Vater,
Mutter, Geschwister und sich selbst aus.
Dann gibt man ihnen ganz nach dem inneren Gefühl einen Platz im Raum.
Durch das entstandene Bild,
durch die Mitteilung der Repräsentanten und durch die einsetzenden Bewegungen können
verdeckt ablaufende Dynamiken ans Licht kommen.
Oft ist die Ordnung im System gestört. Das heißt zum Beispiel, dass sich
jemand in die Angelegenheiten eines Vorfahren einmischt (ein schweres Leid für
ihn zu tragen).
Über diese Arbeit nun ist es möglich eine neue Ordnung herzustellen, in der
jeder einen guten Platz hat und jeder sein
Schicksal trägt. Eine Ordnung der Liebe, wo die Liebe zwischen den Mitgliedern
wieder fließen kann.
Über
Dynamiken und Lösungen
Meist stellt sich heraus,
dass das eigene Leiden, das eigene Unglück mit schweren Schicksalsschlägen aus
der Familie zu tun hat.
Immer wieder ist zu beobachten, dass Kinder bereit sind, in blinder Liebe und völlig
unbewusst Schweres der Eltern oder anderer oft ausgeschlossener Personen aus dem
Familiensystem zu übernehmen oder mitzutragen und so auf das eigene Glück zu
verzichten.
Gerade die Verstrickungen mit nichtgewürdigten oder vergessenen Mitgliedern der
Familie können dazu führen, sich wie
diese zu fühlen.
So wird es unmöglich, das eigene Leben zu leben oder den richtigen Platz zu
finden.
Was hinter allem wirkt, ist oft eine
blinde Liebe, die versucht, andere zu retten. Diese ist bereit, sich zu opfern,
bis hin zum Tode.
Diese Verstrickungen sind
unbewusst und lassen Schicksale in der Familienseele viele Male über
Generationen gleich ablaufen.
Wenn das, was ist, angeschaut und gewürdigt wird, wenn jeder seine
Verantwortung übernimmt und sein eigenes Schicksal trägt, entstehen oft andere
Lösungsbilder. Sie wirken tief in
der Seele und können eine enorme Kraft haben.
Mit Hilfe dieser Arbeit kann zum Beispiel
aus einem unbewussten Sog in den Tod - hin zu einem Verstorbenen - eine Kraft
werden zu leben.
Immer wieder ist die in einer
Familie wirksame Liebe durch schicksalhafte, traumatische Ereignisse
wie erstarrt und kann wieder neu zum Fließen gebracht werden.
Das kann sich dann oft auch sehr beeindruckend auf das „richtige“ Leben
auswirken und einen sehr heilsamen Einfluss haben.

Zur
Vorbereitung:
Vor einer Aufstellung ist es
sinnvoll, einige Informationen über die Familie einzuholen.
Sich hiermit zu beschäftigen
ist Voraussetzung für eine gute Sitzung und schon eine tiefe Auseinandersetzung
mit dem Thema.
Das
Infoblatt zur Vorbereitung auf eine Aufstellung finden sie hier.
Dies klärt darüber auf, welcher Personenkreis und welche Ereignisse
wichtig sind.
Was
das kostet:
Eine Sitzung in dieser Arbeit
umfasst ein Vor- und - falls erwünscht - ein Nachgespräch und
kostet 90 Euro!
„Wenn
die Familie in dieser Weise in Ordnung gebracht ist,
kann der Einzelne aus der Familie hinausgehen.
Dann
spürt er die Kraft der Familie im Rücken.
Erst
wenn die Bindung an die Familie anerkannt ist
und
die Verantwortung klar gesehen und verteilt wird,
fühlt
sich der Einzelne entlastet und kann seinem Eigenen,
Besonderen
nachgehen, ohne dass ihn das Frühere belastet
oder
einholt.“
Bert
Hellinger
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Psychotherapie
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